Sicher im Netz surfen, Websperren umgehen, Files sharen

VPN Anbieter, Tor oder Proxy? Kostenlos oder Kostenpflichtig, mit Logfiles oder lieber ohne? Darknet oder Clearnet?  Wir helfen dir beim anonymen surfen im globalen Netz…

Die beliebteste Lösung, um anonym zu surfen, Files über Bittorrent oder Filehoster anonym herunterzuladen oder um z.B. ARD, ZDF und co. auch im Ausland anzusehen, ist VPN.

Wer wenig Zeit hat und eine komfortable, einfache Lösung sucht um seine IP Adresse online zu verschleiern, kann einen der folgenden Anbieter nutzen, alle anderen finden hier eine Liste der 50 besten VPN Provider.

 

expressvpn

 

Betreibt eines der schnellsten VPN Netzwerke weltweit, perfekt um anonym zu surfen, Files zu sharen oder Videos zu streamen. Die Software ist einfach zu bedienen und lässt keine Wünsche offen – zur Zeit das unserer Meinung nach beste VPN Angebot.

-> Hier gehts zu ExpressVPN

 

ipvanish2

 

Riesiges Server-Netzwerk, speichert wie ExpressVPN keine Logfiles, bietet eine umfangreiche Software zur Verwaltung der Locations an – IPVanish ist quasi perfekt, wäre da nicht der Firmenstandort in den USA. Wen das nicht stört, sollte sich

-> IPVanish einfach mal ansehen

 

purevpn

 

PureVPN bietet ein großes Netzwerk in 140 Ländern, gute Verbindungen und kompetitive Preise sowie eine einfach zu bedienende Software. Vieles muss jedoch über Addons zugekauft werden so dass die Anfangs sehr günstigen Preise oft nicht gehalten werden.

-> PureVPN hier ansehen

 

Mehr über die VPN Anbieter erfahrt ihr in unseren Artikeln über die einzelnen Services – in der Sidebar.

 

Filesharing und Internetzugang mit einer VPN Verbindung?

VPN bedeutet Virtuelles Privates Netzwerk. Häufig spricht man auch von einem VPN-Tunnel. Der Grund: Der eigene PC baut einen verschlüsselten Tunnel zu dem Server eines VPN-Anbieters auf. Wie beim Proxy werden die Daten von dem Anbieter an die eigentlichen Webserver geschickt.

So bleibt die eigene IP und der gesamte Datenverkehr anonym. Die Geschwindigkeit ist in der Regel deutlich höher als bei den anderen Varianten, allerdings gibt es fast nur kostenpflichtige Anbieter.   Einen guten Überblick gibt die Seite http://www.vpndienste.org/.

Diese wollen mit ihren Angeboten natürlich Geld verdienen. Aus diesem Grund könnte es passieren, dass auf behördlichen Druck hin die Daten der User weitergegeben werden. Weiterhin haben in der Vergangenheit bestimmte Anonymitätstests gezeigt, dass sich die VPN-Verbindungen zum Teil zuordnen lassen.

Freie VPNs haben meist den Nachteil, dass der Traffic irgendwie verändert wird, um den VPN Dienst zu finanzieren. Das kann z.B. das ersetzen von Anzeigen oder Affiliate-Codes betreffen, bösartige Free VPN Provider haben aber auch schon Bitcoin-rechnende Trojaner auf die Rechner der User losgelassen.

 

Browser Fingerprinting

Vor einiger Zeit war es noch ausreichend, die IP-Adresse seines Rechners zu verbergen um unerkannt im Internet zu surfen. Im weiteren Verlauf wurden dann die Cookies und Javascript deaktiviert. Leider reicht dies heutzutage nicht mehr aus. Die Browser werden sehr gut wiedererkannt – durch sogenanntes „Browser Fingerprinting“. Dabei werden sämtliche individuellen Einstellungen des Browsers, dazu die Versionsnummer, installierte Schriftarten und Plugins, Addons und Co zusammengefasst und daraus eine eindeutige ID erzeugt, welche diesen Browser identifizieren kann – auch wenn sich die IP Adresse ändert oder die Cookies gelöscht werden. Grund dafür ist hauptsächlich die hohe Verwertbarkeit für Werbezwecke.

Wer wissen möchte, welche Informationen der eigene PC an jede Internetseite überträgt, sollte sich hier ein Bild verschaffen: http://www.dein-ip-check.de.

Hierbei gilt es zu beachten, dass das surfen ohne Javascript, Flash und Cookies häufig viele Nachteile mit sich bringt. Youtube verweigert ohne Flash komplett seinen Dienst. Und Google hat mit anonymen Surfern auch so seine Probleme (über https://startpage.com/deu/ erhält man über einen kleinen Umweg dennoch Google-Ergebnisse).

Gute und kostenlose Software zum Verschleiern des eigenen Surfverhaltens bieten zum Beispiel JonDoFox / Jondonym.  Über Mixkaskaden wird die ursprüngliche IP Adresse wirkungsvoll anonymisiert. Das Tor-Projekt ist ebenfalls kostenlos und ist weit verbreitet. Unter TORproject.org stehen alle nötigen Informationen zur Verfügung.

 

Anonym im Internet mit TOR:

Wer sich mit dem anonymen Surfen beschäftigt, stößt früher oder später auf das Programm Tor. Das Prinzip ist relativ simpel. Die eigenen Anfragen werden verschlüsselt über drei ständig wechselnde Server geroutet, ohne dabei die ursprüngliche IP des Users zu verraten.

Weltweit gibt es viele tausende Server, die jeder User sogar mit eigenen Tor-Servern unterstützen kann. Tor ist kostenlos, die Installation ist einfach und insgesamt ermöglicht das Programm einen sehr hohen Grad an Anonymität. Durch die Vielzahl an Servern und die ständig wechselnden Routen ist es fast unmöglich, den User wiederzuerkennen.

Hier gibts ein paar Tipps ob man Tor oder VPN bevorzugen soll.

Privatsphäre schützen mit HTTPS:

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte beim Surfen in jedem Fall HTTPS nutzen. Dadurch wird verhindert, dass die Server, durch die die Daten versandt werden, die Log-in-Daten mitschneiden können. In der Regel gilt für anonymes Surfen: Gefühlt werden die Seitenaufrufe deutlich langsamer. Dies liegt an dem längeren Weg, den die Daten zurücklegen.

 

IP Adresse verstecken über öffentliche Proxys:

Öffentliche Proxys sind nichts anderes als Server, über die die eigenen Daten geroutet werden. Die aufgerufenen Seiten erhalten die Anfragen so nicht mehr direkt von dem eigenen Computer, sondern von dem Proxy. So wird die eigene IP-Adresse nur an diesen einen Server weitergegeben und nicht mehr an jede besuchte Seite.

Der Verwendung solcher öffentlicher Proxys ist sehr einfach. Sie benötigen nur die Internetadresse der Anbieter und geben dort die gewünschte Seite ein.
Einen Nachteil hat diese Variante für anonymes Surfen allerdings: Sie kennen die Besitzer der Proxy-Dienste nicht.

Diese sitzen häufig im Ausland. Die Anbieter können Unternehmen als auch Privatleute sein. Welches Ziel die Anbieter verfolgen, findet man in der Regel nicht heraus. Wenn man in die Falle eines Datensammlers gerät, ist der Sinn und Zweck des anonymen Surfens ad absurdum geführt. Leider stören hier die häufigen Werbeeinblendungen, durch die sich die Server finanzieren und die Geschwindigkeit leidet unter dem hohen Auslastungsgrad. Insgesamt gelten öffentliche Proxy-Server nicht als Dauerlösung. Dafür haben sie zu gravierende Nachteile.

 

Wie kann man die Anonymität testen?

Wirklich zu testen, ob man anonym im Internet unterwegs ist, ist schwierig. Flash Cookies, Plugins, Toolbars und nicht zuletzt Viren und Trojaner gefährden die Anonymität. Nur wer wirklich weiß was er tut und z.b. in einer Virtuelle Maschine über Tor oder eine VPN Verbindung surft, kann sicher sein dass er anonym im Internet unterwegs ist. Für den schnelltest, ob die Verbindung über Tor oder eine VPN Verbindung funktioniert, kann man einen Dienst wie What is my IP nehmen, der einem anzeigt mit welcher IP man gerade vom Webserver erkannt wird.

 

Anonym Surfen mit dem Android-Handy?

Natürlich ist es mittlerweile auch mit dem Handy möglich, anonym im Internet zu surfen. Für Android gibt es beispielsweise die kostenlose App Orbot: Proxy with Tor. Dies ist vor allem dann praktisch und sinnvoll, wenn im Ausland bestimmte Seiten oder Dienste aufgrund von Zensur nicht zugänglich sind. Wer mit Orbot anonym surfen möchte, muss der App allerdings Root-Rechte gewähren.

Nach der Installation steht ein Assistent zur korrekten Konfiguration zu Seite. Besonders praktisch ist hier die Tatsache, dass entweder der ganze Datenverkehr oder nur bestimmte Programme anonymisiert werden. Dies kann der User frei auswählen. Wer mit seinem mobilen Endgerät (z. B. Laptop) über sein Smartphone auf das Internet zugreift, ist im Übrigen ebenfalls geschützt.

Zum ansehen von grafikintensiven Webseiten oder zum ansehen von Youtube Videos ist eine Tor-Verbindung leider absolut nicht geeignet, da sie deutlich zu langsam ist. Wer anonym auf gesperrte Videos im Ausland zugreifen will, z.B. von der Gema gesperrte Youtube-Videos, ist mit einem professionellen VPN Provider deutlich besser beraten. Zudem bieten die meisten VPN Services auch entsprechende Apps für Android an, mit denen die Einrichtung der VPN Verbindung besonders leicht geht.

Mehr zum anonymen surfen auf Android Geräten:

Anonym Surfen mit iPhone oder iPad?

Für Anwender mit einem iPhone oder iPad gibt es die ebenfalls kostenlose App GetCocoon. Nach der Registrierung hat man Zugriff auf einen Proxy-Server und surft dann über diesen im Internet. So bewegt sich der User anonym und relativ sicher im Netz. Natürlich leidet an dieser Stelle etwas die Geschwindigkeit. Allerdings bietet diese App eine besondere Option: Die Tracking-Funktionen von Facebook können deaktiviert werden. Die Usability von GetCocoon ist einfach und übersichtlich.

Allerdings ist die Verbindung über GetCocoon nicht gerade die schnellste. Für das sporadische Surfen im Netz reicht die Geschwindigkeit zwar locker aus – wer aber gerne Grafikintensive Seiten oder Videos von Youtube, Vimeo und co. ansehen will, ist mit einem professionellen VPN Anbieter deutlich besser beraten. Für das IPhone und IPad bieten die meisten professionellen VPN Dienste entsprechende Apps an, mit denen die Einrichtung besonders leicht vonstatten geht.

Mehr übers anonyme Surfen auf Apple Produkten: